ARBEITGEBERMARKE

Warum Arbeitgebermarke?
Sind Sie lÄngst eine, ohne es zu wissen?

Eines der wenigen Steuerungsinstrumente für Arbeitgeberattraktivität, das die Unternehmen heute noch selbst in der Hand haben, ist ihre Arbeitgebermarke. Ob Sie wollen oder nicht – Sie sind längst eine. Die Menschen haben eine bestimmte Wahrnehmung von Ihnen als Arbeitgeber. Die Frage ist: Überlassen Sie sie dem Zufall, oder nehmen Sie sie aktiv in die Hand?

Wer als „Employer of Choice“ wahrgenommen wird, ist gut dafür gerüstet, den Auswirkungen des Fach- und Führungskräftemangels zu begegnen. Bewerber sind schon längst zu Umworbenen geworden. Externe Faktoren wie der demografische Wandel oder die Absolventenflaute in den MINT-Fächern haben dazu geführt, dass der Arbeitsmarkt in einzelnen Segmenten leergefegt ist, während erfahrene Kräfte in wachsender Zahl in den Ruhestand gehen.

Die Fähigkeit, passende Mitarbeiter zu gewinnen und produktiv zu binden, entscheidet heute darüber, wie zukunftsfähig ein Unternehmen ist und ob es seine strategischen Ziele erreichen kann. Diese Fähigkeit lässt sich nicht einfach erkaufen.

Arbeitgebermarke heiSSt Farbe bekennen

Die Methode zum Aufbau einer glaubwürdig profilierten und positiv aufgeladenen Arbeitgebermarke ist ein fundierter Employer Branding Prozess. Ihm liegt eine treffende, zugespitzte Arbeitgeberpositionierung zugrunde.

Mit ihr definiert der Arbeitgeber, wofür er steht und welche seine besonderen Vorteile sind. Er konkretisiert, welche Kandidaten am besten zu seiner spezifischen Unternehmenskultur passen und weshalb sie genau dort zu Bestform auflaufen. Der Arbeitgeber bezieht damit Stellung. Und er macht normative Richtungsvorgaben, an denen er seine internen und externen Maßnahmen zum Aufbau der Arbeitgebermarke ausrichtet: Personalmarketing, Recruiting, Personal- und Organisationsentwicklung oder die interne Kommunikation.

Eine gute Arbeitgebermarke bildet nicht nur den Status quo ab, sondern ist immer auch ein zukunftsorientiertes Führungsinstrument – verbunden mit dem Commitment, die angestrebte Positionierung auch praktisch in Prozessen, Strukturen, Arbeitgeberverhalten und -angeboten umzusetzen.

Um das Beste aus seiner Arbeitgebermarke herauszuholen, sie effizient zu steuern und die Arbeitgeberpositionierung mit Leben zu füllen, braucht es ein kontinuierliches Management und praktikable Tools. Genau das bietet Deutschlands Arbeitgebermarken.

Zoomen wir nÄher heran:
Was sind Arbeitgebermarken?

Arbeitgebermarken erzeugen ein unverwechselbares inneres Vorstellungsbild von einem Arbeitgeber. Sie verankern ihn bei den relevanten Bewerbergruppen latent als Adresse erster Wahl. Jedem Unternehmen, das wahrnehmbar am Arbeitsmarkt agiert, wird – ausdrücklich oder unterschwellig – ein Image zugeschrieben. Sein Image kann organisch gewachsen sein oder systematisch erzeugt und strategisch gesteuert. Auf jeden Fall kann es sich gar nicht „nicht positionieren“. Warum also die Arbeitgebermarke dem Zufall überlassen?

 
 

Ein ganzer Zoo unterschiedlicher Vorstellungen

Gehaltsaufschläge, aufwändige Recruiting-Events und glanzvolle Imagekampagnen sind kostspielig und locken oft nicht die Kandidaten an, die das Unternehmen konkret benötigt. Auch die zweifellos sinnvollen Investments in die Arbeitgeberqualität, zum Beispiel in die Familienfreundlichkeit, bringen heute kaum noch Wettbewerbsvorteile. Die Ansprüche sind allgemein gestiegen. Was gestern noch einen respektablen Mehrwert darstellte, ist heute schon „Hygienefaktor“, also Standard. Die Unternehmen verbessern ihre Angebote auf breiter Front. Nur: Wenn alle immer besser werden, wo ist dann noch der Unterschied? Womit stiften Sie Mitarbeitern Identifikation? Womit schenken Sie Bewerbern Orientierung? Womit geben Sie Ihrer Organisation Richtung?

Das alles leistet Arbeitgebermarke. Denn auf den Unterschied kommt es an. Qualifizierte Kandidaten wollen wissen, bei wem sie sich bewerben. Sie sind bestens informiert, kritisch und gut vernetzt. Sie erwarten Antworten und achten auf einen rundum überzeugenden Auftritt.

Arbeitgebermarke managen – ArbeitgeberattraktivitÄt steuern

Ihre Arbeitgebermarke weckt Erwartungen. Was sie verspricht, muss erlebbar sein. Von der Bewerbungsphase an über die gesamte Arbeitswelt bis hinein in das Lebensumfeld. Sie leistet auch einen wesentlichen Beitrag für die allgemeine Unternehmensreputation. Und hat enormen Einfluss auf die Identifikations- und Leistungsbereitschaft von Führungskräften und Mitarbeitern.

Glaubwürdigkeit ist dabei das A und O. Darum wächst eine Arbeitgebermarke immer von innen nach außen. Sie basiert auf Identität, Werten, Kultur und Zielen des Arbeitgebers. Und sie muss intern sorgfältig implementiert sein. Denn nur wenn die Arbeitgebermarke von Management und Mitarbeitern engagiert mitgetragen wird, kann sie ihre zahlreichen Nutzeffekte vollumfänglich und nachhaltig entfalten.

Das Management der Arbeitgebermarke beschränkt sich daher nicht auf die externe Wirkung. Es blickt im besten Fall auch nach innen: Inwieweit fördert die Arbeitgebermarke Identifikation mit dem Unternehmen – und seinen Zielen? Schließlich soll eine strategisch ausgerichtete Arbeitgebermarke Orientierung stiften. Trägt sie zum Engagement der eigenen Leute bei, intensiviert sie die Bindungskräfte, senkt sie die Fluktuation?

Von der Ausgestaltung Ihrer Arbeitgebermarke hängt wesentlich ab, wie sich Ihre Arbeitgeberattraktivität entwickelt. Am augenfälligsten wird dies natürlich am Auftritt in den Arbeitsmärkten, an Karrierewebsite, Stellenanzeigen, Jobmessen und Co. Deshalb sind natürlich auch die externen Handlungsfelder im Blick zu behalten: Wie wird das Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen? Werden die relevanten Zielgruppen erreicht? Welche Botschaften kommen an? Sind sie glaubwürdig? Hebt sich der Arbeitgeber im Wettbewerb hervor?

Deutschlands Arbeitgebermarken integriert diese internen und externen Aspekte in kompakte und plausible Steuerungsinstrumente. Denn nur eine zielsicher profilierende und zugleich substanzielle Marke verschafft Arbeitgebern wahre Attraktivität – und zwar für exakt diejenigen, die zu Ihnen passen (und dann auch gerne bleiben).